Fluch und Segen moderner Technologien.

Nach den beiden erfolgreichen Comenius-Projekten zum Römischen Erbe in Europa sowie zur Migration wird das Gymnasium auch bei den neuen europäischen Projektformaten mitmachen – den Erasmus Plus Projekten.

Geplant wird derzeit die Arbeit zum Thema Fluch und Segen moderner Technologien. Es soll im Austausch mit unseren fünf ausländischen Partnern in möglichst vielen Jahrgangsstufen und Schulfächern in unserer Schule bearbeitet werden.

Die Projektdauer läuft ab September 2015 für drei Jahre. Zur Vorbereitung dieses Projektes haben die Herren Rubel und Roth vom 9. bis 15. November bei einem Planungstreffen in Timisoara mitgearbeitet, an dem neun Lehrkräfte aus sechs europäischen Ländern teilgenommen haben. Unsere Schule soll wiederum die Koordination der Projektpartnerschaft übernehmen.

Deutsch-türkische Begegnung mit unserer Partnerschule aus Vezirköprü 

In der Woche vom 5. bis 11. Juni empfangen wir Besuch von unserer Erasmus-Plus-Partnerschule Köprülüler Anadolu Lisesi in Vezirköprü in der Türkei

Seit etwa fünf Jahren unterhält unsere Schule freundschaftliche Kontakte dieser Schule. In den Jahren 2012-2014 haben beide Schulen an einem internationalen Comenius-Projekt zum Thema Migration teilgenommen. In den Jahren 2016 bis 2019 ist die Teilnahme an einem Erasmus-Plus-Projekt mit fünf weiteren Partnerschulen aus ganz Europa zum Thema „Neue Technologien“ geplant.

Vezirköprü liegt im Norden der Türkei, etwa hundert Kilometer von der Provinzhauptstadt Samsun entfernt. Am Köprülüler Anadolu Lisesi werden ca. 450 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Nach Hückelhoven kommen 18 Schülerinnen und Schüler im Alter von 16-17 Jahren, begleitet von einem Lehrer und einer Lehrerin. Gastgeber ist die Klasse 9a unserer Schule. Alle Gäste werden in Gastfamilien untergebracht.

Während des Aufenthalts in Hückelhoven werden sich die deutschen Gäste und ihre deutschen Gastgeber intensiv mit dem Thema „100 Jahre nach dem 1. Weltkrieg – Zeiten des Krieges und des Umbruchs“ beschäftigen. Höhepunkt des Besuchsprogramms ist ein Ausflug ins belgische Ypern, vor 100 Jahren einer der schrecklichsten Schauplätze des 1. Weltkriegs. Ferner stehen ein Ausflug nach Köln, ein Empfang durch die Stadt Hückelhoven und eine große Abschiedsparty auf dem Programm.

Gefördert wird die Internationale Begegnung durch die Deutsch-Türkische Jugendbrücke, die Sparkassenstiftung der Kreissparkasse Heinsberg, die Politische Bildungsoffensive des Kreises Heinsberg gegen extreme Parteien, die Firma QVC und den Verein der Freunde und Förderer des Gymnasiums Hückelhoven.

Eröffnung des ErasmusPlus-Projekts

Am Freitag, dem 7. Oktober 2016, fand die Eröffnungsveranstaltung zum neuen ErasmusPlus-Projekt statt.

Von 2016 bis 2018 wird unsere Schule mit Partnerschulen aus sechs Ländern, nämlich aus Carlet (E), Culemborg (NL), Hradec Králové (CZ), Palermo (I), Timisoara (ROM) und Vezirköprü (TR) zum Thema „Care or Scare – Challenges of Modern Technologies“ zusammenarbeiten.

An dem Projekt, das von der Europäischen Union mit rund 135.000 € bezuschusst wird, sollen in den nächsten drei Jahren insgesamt etwa 2000 Schülerinnen und Schüler und 100 Lehrerinnen in einer Fülle von Teilprojekten teilnehmen. Höhepunkte der Projektarbeit werden die an allen sieben Schulen geplanten halbjährlichen großen Projekttreffen sein.

Zur Eröffnung im Forum des C-Gebäudes erlebten ca. 100 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer eine Skype-Schaltung zur spanischen Partnerchule in Carlet, wobei schon erste Projektergebnisse ausgetauscht und die jeweiligen Städte und Schulen gegenseitig vorgestellt wurden.

Im Anschluss daran enthüllte Herr Frank Heinen als Leiter des städtischen Schulverwaltungsamtes und in Vertretung des Bürgermeisters zusammen mit dem Schulleiter Arnold Krekelberg eine Tafel, die unsere Schule als ErasmusPlus-Schule ausweisen und künftig den Haupteingang der Schule schmücken wird.

First Learning Teaching And Training Activity

Fünf Schüler und zwei Lehrer nahmen im Rahmen des ErasmusPlus Projekts am ersten von insgesamt sieben Learning Teaching And Training Acitivities in Temeswar teil

In der Zeit vom 28.11. bis 1.12.2016 nahmen fünf Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrer des Gymnasiums an der ersten von insgesamt sieben Learning Teaching &Training Acitivities in Timisoara/Temeswar in Rumänien teil. Das Treffen stand unter dem Thema „Environmental changes and green therapier“.

Unsere Schülerinnen und Schüler, Moritz Dieth und Henrik Penners (EF) sowie Emily Gauruhn, Khuong Nguyen und Mira Sachs (Q1) steuerten wie alle Teilnehmer der sechs Partnerschulen aus Italien, den Niederlanden, Rumänien, Spanien, Tschechien und der Türkei gut vorbereitete Präsentationen zu verschiedenen Aspekten des Themas bei. Auf dem Programm standen Erkundungen in der Polytechnischen Fakultät der Universität Temeswar und in dem deutschen Unternehmen KATHREIN, einen weltweit führenden Hersteller von Großantennen, sowie die konkrete Projektarbeit z. B.  in Form einer Debatte, aber auch durch künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema.

Gemeinsamer Sport, die Erkundung der Sehenswürdigkeiten der Stadt sowie gesellige Veranstaltungen rundeten das Programm ab. Die nächste  Learning Teaching &Training Activity findet im Mai 2017 in Culemborg (NL) zum Thema „Water and landscape“ statt.

Nasse Füsse für Hückelhovener Schülerinnen?

ERASMUS PLUS in Culemborg (NL)

Die drohten wirklich, als fünf Mädchen aus den Jahrgängen 9 und Q1 unseres Gymnasiums ihre Fähigkeiten beim Deichbau in Holland ausprobierten. Zusammen mit ungefähr 40 Jugendlichen aus sechs europäischen Ländern machten sie bei einer Simulation mit, aus verschiedenen Materialien belastungsfähige Dämme zu bauen. Und die wurden anschließend Stresstests gegen Wasser, Wind und Erdrutsche ausgesetzt. Gemischte Bilanz – nur einer von zehn Dämmen hielt.

Diese Aktivität war Teil des reichhaltigen Programmes im Rahmen des zweiten Treffens beim laufenden ERASMUS PLUS-PROJEKTS, das sich mit den Herausforderungen moderner Technologien beschäftigt. Dabei traf unsere Delegation, die von Herrn Roth begleitet wurde, wie gewohnt auf Gruppen aus Rumänien, Tschechien, Italien, Spanien, Türkei und natürlich den Niederlanden. Eine 15köpfige Gruppe von OberstufenschülerInnen hatte die Schule in Vezirköprü/Türkei im März kurz vor dem Referendum besucht. Das erste Erasmus-Plus Treffen hingegen hatte bereits im November 2016 in Timisoara/Rumänien stattgefunden. Die Umgangssprache bei diesen Treffen ist Englisch.

Wie immer wurden alle TeilnehmerInnen bei niederländischen Familien untergebracht, mit dem Vorteil für einige, dass sie radelnd auf dem Schulweg ihr Sportpensum für einen ganzen Monat absolvieren konnten. Unsere Gruppe hatte zwei Beiträge für die Woche erarbeitet – einmal hatte der Geographie-Grundkurs in Q 1 eine Vision von der „Stadt der Zukunft“ in einem Modell vorbereitet. Zum Anderen hatte sich der Niederländisch-Differenzierungskurs mit dem Wassermanagement in unserem Nachbarland – in Vergangenheit und Gegenwart – beschäftigt.

Neben den Studientagen in der Schule besuchte die große Gruppe die Deltawerke an zwei Punkten und bekamen einen Eindruck davon, wie sich die Niederlande gegen Sturmfluten und Klimawandel schützen. Eine Hafenrundfahrt in Rotterdam sowie ein Besuch von Amsterdam standen ebenso auf dem Programm.

Mit der gastgebenden Schule, dem Koningin Wilhelmina College in der kleinen Stadt Culemborg bei Utrecht ist unser Gymnasium seit nunmehr zehn Jahren verbunden – durch die früheren Comenius-Projekte und etliche bilaterale Unternehmungen zu den Themen Irland, Auswanderung und zum Ersten Weltkrieg.

Tränen und große Emotionen zum Abschied – auch das gehört zu Erasmus Plus. Die nächste Station wird im kommenden November Carlet bei Valencia sein.

Changing lives, opening minds

Erasmus Plus in Carlet (ES)

Dass nicht nur moderne Technologien für die persönliche Lebensqualität ausschlaggebend sind, sondern besonders internationale Zusammenarbeit das Leben verändern und den eigenen Horizont erweitern kann, erfuhren vier Schülerinnen der Q2 unseres Gymnasiums beim Schüleraustausch in Carlet (Spanien).

Gemeinsam mit ungefähr 40 Jugendlichen aus sechs weiteren Ländern diskutierten sie im Rahmen des dritten Erasmus Plus-Treffens über die Chancen und Risiken moderner Technologien, vor allem für Menschen mit Behinderung und die ältere Generation. Außerdem setzten sie sich mit utopischen und dystopischen Zukunftsszenarien in der Literatur auseinander.

Unsere Gruppe hatte zwei Beiträge für die Woche vorbereitet: eine Präsentation, die „Schooling for disabled children“ thematisierte und fragte „integration or separation?“ sowie die kritische Zusammenstellung „Utopian/dystopian literature: modern technologies – risks oder oppurtunities for the future of mankind?“.

Aber es blieb natürlich nicht nur bei den Studientagen in der gastgebenden Schule, dem IES 9 D’Octubre inmitten von Kaki- und Orangenplantagen. Die spanischen Schülerinnen und Schüler hatten u.a. Bastelaktivitäten mit den Senioren des benachbarten staatlichen Altenheims organisiert, wobei internationale Schülergruppen gemeinsam mit einzelnen Senioren aktiv bzw. kreativ werden und ins persönliche Gespräch kommen konnten.

Die internationale Gruppe hatte außerdem die Gelegenheit, einen Standort der Dr. Schneider Unternehmensgruppe in Picassent, Valencia, zu besichtigen. Dort sind die technischen Produktionsabläufe genau auf die Angestellten, die Produkte für den KFZ-Innenraum herstellen, abgestimmt. 70 % der MitarbeiterInnen haben nämlich eine Behinderung – entweder geistig oder körperlich.

Eine Wanderung im Naturpark Albufera und die Besichtigung einer Kaki-Fabrik in Carlet standen ebenso auf dem Programm wie ein Tagestrip nach Valencia. Passend zum Thema der Projektwoche besuchten wir dort nicht nur die historische Altstadt, sondern auch die City of Arts and Sciences.

Wie immer wurden alle TeilnehmerInnen und begleitende Lehrpersonen bei einheimischen Gastfamilien untergebracht, sodass jeder die spanische Gastfreundschaft in vollen Zügen genießen konnte. Nach dem sehr emotionalen Abschied am letzten Abend in Spanien ist die Vorfreude nun groß auf das nächste Erasmus Plus-Treffen in der Türkei. Im April 2018 wird die internationale Gruppe die Stadt Vezirköprü in der Provinz Samsun besuchen und gemeinsam über eine gesunde Lebensführung diskutieren.

Schülergruppe reist zur Partnerschule in die Türkei

Seit acht Jahren arbeitet das Gymnasium Hückelhoven zusammen mit dem Köprülüler Anadolu Lisesi, Vezirköprü (Provinz Samsun).

Im letzten Jahr gab es schon einmal einen Schüleraustausch mit der türkischen Schule, ein Projekt von Hückelhoven und Vezirköprü. Vom 14.-21.April 2018 ist nun eine kleine Gruppe von SchülerInnen aus den Jahrgängen 9 und 10, begleitet von ihren Lehrern Wolfgang Roth und Patrick Jucha, nach Vezirköprü gereist. In diesem Jahr waren in der türkischen Schule allerdings Schülergruppen aus sechs verschiedenen Ländern zu Gast – Spanien, Italien, Rumänien, Tschechien, Niederlande und Deutschland. Diese Reisen sind unter den heutigen politischen Umständen ungewöhnlich. Dennoch ist das Fazit aller TeilnehmerInnen hundertprozentig positiv.

Die teilnehmenden Schulen arbeiten zusammen drei Jahre lang an dem EU-Projekt Care or Scare – challenges of modern technologies. Schwerpunktthema dieses Treffens war der Zusammenhang zwischen Ernährung, Fitness und Technologie. In dem Projekt wurde hauptsächlich Englisch gesprochen. Alle Schülergruppen stellten im Vorfeld erarbeitete Projekte vor. Die Projektthemen variierten von gesunden Schulcafeterien, Sportangeboten der Schulen bis hin zu Cannabiskonsum im Rahmen der Schmerztherapie.

Neben den Projektarbeiten bekamen die Gäste durch die Unterbringung in Gastfamilien tiefer gehende  Einblicke ins türkische Leben.  Abends wurden traditionelle Tanz- und Gesangveranstaltungen besucht – aktives Mitmachen war erwünscht. Ebenfalls beeindruckend war die Vielfalt der Möglichkeiten am Sportvormittag – dafür hatte das große lokale Sportzentrum  die Türen geöffnet.

Mit diesen positiven Eindrücken im Hinterkopf beginnt ab jetzt die Vorfreude auf Mai 2019. Dann werden nämlich – save the date –  alle teilnehmenden Schulen bei uns in Hückelhoven zu Besuch sein.