Ansprache von Herrn Woltery
Beim Festakt (Aufnahme von Kilian Eigenfeld)
Festakt zur Verleihung der Auszeichnung
Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage
Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Gäste,
auch ich heiße Sie und Euch herzlich willkommen zu diesem Festakt. Es freut mich ganz besonders, dass die Initiative, sich um die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu bewerben von der Schülerschaft und speziell von Dusty Bock ausgeht. Dusty Bock war es, der die Idee in die Schulgemeinde getragen hat und uns alle infiziert, motiviert und für die Realisierung dieses Projektes begeistert hat.
Ganz herzlichen Dank dafür!
Ich freue mich darüber, dass die Schulgemeinde sich bereit erklärt hat, die langfristige Verantwortung, die mit dem Einstieg in dieses Projekt verbunden ist, zu übernehmen. Gerade unsere Stadt mit der langjährigen Bergbaugeschichte ist prädestiniert, sich für Mitmenschen aus anderen Ländern und Kulturkreisen zu öffnen. Die Menschen, die wir vor langer Zeit riefen, damit sie durch ihren Arbeitseinsatz - häufig durch schweißtreibende Arbeit unter Tage in der Zeche - zum Wohlergehen der Stadt beitragen, sind inzwischen mit ihren Familien bei uns zu Hause und zu Freunden geworden. An unserer Schule gibt es Schülerinnen und Schüler aus 29 verschiedenen Nationen, die friedlich zusammen lernen. Die meisten Mitschülerinnen und Mitschüler kommen aus der Türkei, aus Russland und aus Polen. Bisher gab es keine Fälle von Ausgrenzung wegen der Verschiedenheiten der Nationalitäten. Die Verleihung der Auszeichnung „Schule ohne Rassismus“ soll dafür Sorge tragen, das dies so bleibt und der Zusatz „Schule mit Courage“ soll dafür sorgen, dass wir uns alle, die zur Schulgemeinde gehören, aktiv einbringen, wenn wir bemerken, dass es Ansätze von Rassismus geben sollte.
Dies wird auch Eingang in unser überarbeitetes Schulprogramm finden. Dort wird es unter „Leitgedanken“ heißen:
"Grundsätzliche Werte wie Offenheit gegenüber der kulturellen und religiös-weltanschaulichen Vielfalt, Anerkennung des Prinzips der Gleichwertigkeit und Achtung des anderen und dessen Meinung sowie eine Bejahung demokratischer Umgangsformen sind uns wichtig. Wertebildung und Werteverständnis öffnen sich damit der bestehenden Vielschichtigkeit unseres gesellschaftlichen Lebens, sollen aber nicht als Beliebigkeit missverstanden werden, sondern Orientierung geben.“
Ich wünsche uns, dass unser Leben durch das gemeinsame Lernen so vieler Nationalitäten bereichert und unser Horizont erweitert wird. In diesem Sinne freue ich mich über die von unserer Schulgemeinde übernommene Verpflichtung und drücke uns alle die Daumen, dass wir diese erfüllen können!
(W. Woltery)