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ProFIL

In ihrer Sitzung vom 31. März 2009 hat die Schulkonferenz beschlossen, für zwei Schuljahre (2009/10, 2010/11) zur Erprobung folgende Konzeption einer individuellen Stärkenförderung zu starten:


Die Stärkenförderung der Schülerinnen und Schüler wird im Sinne einer individuellen Profilierung in folgenden vier Feldern aufgebaut:

  •     sprachliches Feld,
  •     gesellschaftswissenschaftliches Feld,
  •     kreativ-künstlerisches Feld,
  •     mathematisch-naturwissenschaftliches Feld.


In den Jahrgangsstufen 5,6,7 sind entsprechende Angebote zum Ausprobieren/zur Orientierung zu unterbreiten. In den Jahrgangsstufen 8,9 werden die individuellen Profile gefestigt durch Wahrnehmung eines über zwei Jahre kontinuierlichen Schwerpunktes im Sinne unserer heutigen Differenzierung. In der zukünftigen Oberstufe wird sich die Profilierung in besonderen Angeboten, die inhaltlich die bisher wahrgenommenen Schwerpunkte aufgreifen und fortführen müssen, niederschlagen.

Für das “Profilband” sind in den Jahrgangstufen 5, 6, 7  jeweils 2 Wochenstunden vorgesehen, die klassenübergreifend als Doppelstunde im 34-Stunden-Raster zu verteilen sind. In den Jahrgangsstufen 8, 9 geht das “Profilband” im Wahlpflichtunterricht auf.

Der Unterricht im “Profilband” erfolgt in den Jahrgangsstufen 5.2, 6, 7 in themenbezogenen Kursen im aufgelösten Klassenverband mit einer durchschnittlichen Gruppengröße zwischen 15 und 18 Schüler/innen. Die Kurse sind themenbezogen in Form von selbständigen, abgeschlossenen Halbjahreskursen zu planen und anzubieten, um zu Halbjahreswechseln voraussetzungsfrei einen Wechsel zwischen Profilen zu ermöglichen. Die jeweiligen Kursinhalte müssen außerhalb der schulinternen Fachcurricula liegen bzw. darüber hinausgehen. Sie sollten Alternativen zum herkömmlichen Unterricht bieten, indem sie verstärkt offene Unterrichtsmethoden einsetzen, die selbständiges, kreatives Arbeiten fördern.

In den 5 Halbjahren 5.2 bis 7.2 sind 5 “Profilkurse” zu belegen. Damit der Gedanke der Orientierung / der Suche nach dem persönlichen Profil ernsthaft erkennbar wird, muss bis 6.2 mindestens ein “Profilkurs” aus einem Profil belegt worden sein, das in den Jahrgangsstufen 8, 9 nicht das persönliche Differenzierungsprofil (Wahlpflichtunterricht) wird. Insgesamt müssen zwei der fünf gewählten “Profilkurse” in 5.2 bis 7.2 zum persönlichen Differenzierungsprofil in den Jahrgangsstufen 8, 9 gehören.
Die Zuweisung der “Profilkurse” für ein Halbjahr beruht auf einem Wahlverfahren mit Erst- und Zweitwunsch sowie einer vorgelagerten (individuellen) Beratung (ggf. nur auf Nachfrage) insbesondere bei Festlegung des individuellen Differenzierungsprofils. Bei der Zuweisung ist die Erfüllung der oben genannten Pflichtbedingungen bevorzugt zu berücksichtigen. Ansonsten ist weitgehend Einvernehmlichkeit herzustellen. Ein Wechsel innerhalb eines Halbjahres ist nicht möglich.