Never forget - Erinnerungssteine am Gymnasium Hückelhoven

Am 27. Januar 1945 rückten Soldaten der Roten Armee in das Vernichtungslager Auschwitz ein und befreiten die wenigen, die den Horror überlebt hatten. Der 70. Jahrestag wird in ganz Deutschland mit zahlreichen Gedenkstunden und Kranzniederlegungen begangen. „Erinnerung bewahrt Menschlichkeit“, sagte Bundespräsident Gauck in seiner Ansprache vor dem Bundestag. Auch die Schülerinnen und Schüler der Teilkonferenz „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ des Gymnasium Hückelhovens wollten an die Opfer des Holocausts erinnern, indem sie in Anlehnung an die Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig große Erinnerungssteine aus Pappe (44x44 cm) herstellten, auf denen die Geschichten von jüdischen Mitbürgern nachzulesen sind. Dabei beschäftigten sich viele Schüler_innen vor allem mit Holocaustopfern aus der näheren Umgebung. Die Schülerin Laura zum Beispiel informierte sich über Betty Reis, eine junge Frau aus Wassenberg, welche 1939 ins Konzentrationslager Bergen-Belsen deportiert wurde. Lukas hingegen war es wichtig, auch heutigen Opfern rechter Gewalt zu gedenken und erstellte einen Erinnerungsstein für Duy Doan Pham, ein Obdachloser mit vietnamesischen Wurzeln, welcher wahrscheinlich aus rassistischen Motiven 2011 in Neuss ermordet wurde. „Diese Erinnerungssteine werden für zwei Wochen in den Räumen des Gymnasiums aufgestellt, damit die Schülerinnen und Schüler kurz verweilen und den Opfern des Holocausts und rechter Gewalt gedenken können“, sagt Frau Wolff, Vorsitzende der Teilkonferenz „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“. „Das Leid von Auschwitz ist nicht zu fassen. Aber es ist wichtig, der Befreiung des Konzentrationslagers zu gedenken.