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Der Medienpass NRW am Gymnasium der Stadt Hückelhoven

Grundlagen

Der lernförderliche Einsatz von digitalen Medien ist seit vielen Jahren ein wesentlicher Bestandteil des Schulprogramms am Städtischen Gymnasium Hückelhoven.

Der souveräne und reflektierte Umgang mit Medien ist eine Schlüsselkompetenz unserer Zeit. Deshalb stimmten Schüler, Lehrer und Eltern am 9. Juni 2015 in der Schulkonferenz für die Teilnahme an diesem Projekt der Medienbildung.

Der Medienpass dokumentiert den Erwerb von Kompetenzen rund um Medien. Das betrifft das Erstellen und Bearbeiten von Texten, Präsentationen, Hörspielen oder Filmen, aber auch das kritische Reflektieren des Medieneinflusses. 

Für unsere Schule ist der Medienpass eine sinnvolle Ergänzung unseres Medienkonzepts. Viele Inhalte des Passes sind bei uns schon lange im Unterricht verankert. Dank der sehr guten technischen Ausstattung fällt es uns leicht, das breite Anforderungsspektrum abzudecken. Mit dem Pass im DIN-A6-Format kommt nun eine praktische und optisch attraktive Dokumentation des Lernerfolges für SchülerInnen, Eltern und Lehrkräfte hinzu.

Der Medienpass wird im Schuljahr 2015/16 in der Jahrgangsstufe 5 starten.

Dafür soll folgendes Procedere gelten:

Umsatzung

  • Die Einführung des Medienpasses beginnt in der 5. Klasse des Schuljahres 2015/16.
  • Die Vermittlung der Kompetenzen erfolgt in den Fächern und im Länderprofil.
  • Die Fachlehrer der beteiligten Fächer klären in den Fachabsprachen, in welcher Weise die Kompetenzen im Unterricht vermittelt sollen. Anregungen und Materialien finden die Lehrkräfte auch im Internet.
  • Die Klassenlehrer verteilen die Pässe an die Schüler und erklären ihnen den Umgang mit dem Pass.
  • In den Klassenräumen werden die Übersichtstabellen mit den 20 Kompetenzen im DIN-A3-Format ausgehängt.
  • Zur Vermittlung der Medienkompetenzen steht v.a. der Medienraum U 1.06 zur Verfügung (20 Laptops, Internet, SMART-Boards). – Die Buchung erfolgt über das Ressourcen-Management auf lo-net.
  • Kompetenzen, die im Unterricht vermittelt wurden, werden am Ende der entsprechenden Unterrichtseinheit vom Fachlehrer im Medienpass abgestempelt und in der Übersichtstabelle mit Paraphe abgezeichnet.
  • Wird die gleiche Kompetenz in einem anderen Fach ebenfalls vermittelt, wird sie nicht noch einmal abgestempelt. Der Fachlehrer paraphiert aber in der Übersichtstabelle, damit erkennbar wird, dass die Kompetenz durch Wiederholung vertieft und gefestigt wurde.
  • Explizite Kontrollen oder Prüfungen zur Kompetenzbeherrschung finden nicht statt. Die Evaluierung erfolgt durch das kollektive Tun und die Beobachtung des Fachlehrers. – Fachlehrer aller Fächer sollten die gewonnenen Kompetenzen in ihren Fächern zur Anwendung bringen, damit sie vertieft werden und die Schülerinnen und Schüler eine Relevanzerfahrung machen.
  • Am Ende der 5. Klasse kontrolliert der Klassenlehrer die Medienpässe und die Übersichtstabelle im Klassenraum. Die Berichterstattung erfolgt in der Zeugniskonferenz. – Die Ergebnisse samt Liste werden dem Medienkoordinator übergeben. -  Dieser erstellt für das 6.Schuljahr eine neue Übersichtstabelle, die wieder im Klassenraum ausgehängt wird.
  • Nach den Osterferien 2017 werden die Übersichtstabellen von den Klassenlehrern ausgewertet und auf Lücken überprüft.
  • Im Rahmen eines Projekttages erhalten die Schüler dann im Juni 2017 die Möglichkeit, die fehlenden Kompetenzen zur erlernen und abstempeln zu lassen.

Fortbildungsbedarf

  • Standardfunktionen des Betriebssystems (Programme starten; Ordner- und Verzeichnisstruktur; Dateien speichern)
  • Bedienung und Handhabung von digitalen Geräten: Foto- und Videokamera; Mikrophon; Laptop; Beamer; SMART-Board
  • Initiierung und Moderation eines Medienprojekts
  • Standardfunktionen von Textbearbeitungs-, Präsentations- und Bildbearbeitungsprogrammen
  • Standardfunktionen von Video- und Audioprogrammen
  • Technische Grundlagen des Internets (Browser, Suchmaschine, Server, URL, IP-Adresse, …)
  • Recherchieren im Internet/Fachspezifische Informationsquellen im Netz
  • Kommunikation mit dem  PC und dem Handy: E-Mail, Skype, Chat, Messenger (WhatsApp)
  • Digitale Gestaltungsmittel für Medienprodukte: Schrift, Farbe, Formen, Bilder, Musik, Kameraeinstellungen, …)
  • Alterskennzeichnungen von Filmen und Spielen
  • Privater Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen und dessen Wirkung
  • Grundlagen des Urheberrechts, des Datenschutzes und der Persönlichkeitsrechte    

Umsetzungsbeispiel

  • Die Schüler erhalten in einem Fach die Aufgabe, Informationen zu einem Thema zu recherchieren und ihre Ergebnisse anschließend in einer Präsentation darzustellen und an der digitalen Tafel zu präsentieren.
  • Gemeinsam mit dem Lehrer überlegen die Schüler, welchen (Unter-)Themen in dem zu bearbeitenden Sachgebiet (z.B. England) bedeutungsvoll sind.
  • Die Gesamtgruppe oder Teilgruppen erstellen eine MindMap (digital) oder ein Cluster (mit Moderationskarten) und sammeln so die Themen.
  • Die Schüler teilen dem Lehrer per Mail mit, welches Thema sie gerne bearbeiten möchten, und sie benennen zwei Ausweichthemen. – Der Lehrer sichtet die Themenwünsche, stellt Dreier-Teams zusammen, die jeweils ein Thema bearbeiten, und teilt den Schülern die Themenvergabe per Mail mit.
  • Die Schüler erhalten die Aufgabe, Informationen zu ihren Themen zu suchen (Internet, Bibliothek, zu Hause) und die gefundenen Informationen zu exzerpieren. Die Schüler führen eine digitale oder/und analoge Notizensammlung.
  • Anschließend zeigt der Lehrer den Schülern das Programm SMART-Notebook, die auf den Laptops im EPG installiert ist. Die grundlegenden Funktionen (Seiten erstellen, Schrift, Bildimport, Formen erstellen etc.) werden demonstriert.
  • Die Schüler starten ihre Laptops und suchen das Programm. Das Programm wird gestartet und die Schüler unternehmen erste Gestaltungsversuche. – Der Lehrer zeigt den Schülern einige fertige Produkte als Orientierungsbeispiele.
  • Die Schüler teilen ihre Informationen nun auf verschiedene Seiten auf und entwickeln so eine Struktur für ihr Thema. Die Exzerpte werden mit eigenen Worten in die Seiten getippt. Der Lehrer gibt Hinweise auf das Urheberrecht und erläutert die Wichtigkeit der Einhaltung.
  • Die Schüler suchen im Internet (Google-Bildersuche) nach passenden Bildern und Grafiken. Der Lehrer verweist auch hier auf das Urheberrecht und auf die Suchoptionen in der Google-Bildersuche. Hier lassen sich explizit freigegebene Bilder herausfiltern.
  • In einem ersten Durchlauf zeigen die Schüler ihre Zwischenergebnisse. Lehrer und Schüler beraten gemeinsam, welche Gestaltungsmittel verwendet und verbessert werden können.
  • In einem letzten Arbeitsschritt überarbeiten die Schüler ihre Produkte/Präsentationen und stellen die Endergebnisse in der Klasse vor.

Im Rahmen eines solchen Unterrichtsprojektes erlernen die Schülerinnen und Schüler 12 Kompetenzen, die im Medienpass ausgewiesen sind.

Aber auch in kleineren Einheiten lassen sich einzelne Kompetenzen vermitteln und vertiefen.

Ausdrücklich erwünscht ist die mehrfache Anwendung einer Kompetenz in verschiedenen Unterrichtszusammenhängen und Fächern. Nur so kann Nachhaltigkeit und Sicherheit im Umgang mit Medien erzielt werden.

Ihr Ansprechpartner bei Fragen und Anregungen:

Guido Rütten