hilfe für japan
Lydia Philipp und Olivia Wolf beim Kuchenverkauf im C-Gebäude
Kuchentage für Japan am Gymnasium Hückelhoven
„Es haben immer viele Leute Ideen, wie man helfen könnte, doch letztendlich tut niemand etwas.“
Das war der Ansporn der drei Schülerinnen vom Gymnasium Hückelhoven, Miriam Philipp, Olivia Wolf und Lydia Philipp, Kuchentage für die Opfer des Tsunamis und des Erdbebens in Japan zu organisieren.
Zuerst wollten die drei nur in irgendeiner Weise helfen und Olivia Wolf hatte dann die zündende Idee, selbstgebackenen Kuchen in der Schule zu verkaufen.
Lange wurde geplant und organisiert, es wurden Listen und Infozettel ausgehängt, um Helfer und Bäcker zu finden, diese wurden wiederum eingeteilt an welchen Tagen sie backen bzw. helfen sollten und anschließend wurden drei Tage lang Kuchen verkauft.
Der Verkaufsstand wurde mit einem Plakat sowie einer japanischen und einer deutschen Flagge dekoriert und es gab sogar zwei Japankuchen mit einer riesigen Japanflagge.
Mit dem Verkauf der von den Schülern selbstgebackenen Kuchen und freiwilligen Spenden kamen insgesamt ca. 500 Euro zusammen.
Dieses Geld ist für eine japanische Grundschule in der Stadt Ishinomaki bestimmt, denn dort richteten das Erdbeben und vor allem der darauffolgende Tsunami verheerende Schäden an. Die Menschen leben teilweise in den Sporthallen der Schulen und müssen dort versorgt werden. Einige Kinder warten vergeblich darauf, dass ihre Eltern sie von der Schule abholen, weil ihre Eltern seit dem Tsunami vermisst werden. Den Menschen mangelt es an den einfachsten Dingen und vor allem an Lebensmitteln, da die Infrastruktur dort beinahe völlig zum Erliegen gekommen ist.
„Diesen Kindern wollten wir durch unsere Aktion zeigen, dass selbst Menschen auf der anderen Seite der Welt an sie denken und dass wir ihnen mit unserer Spende wenigstens ein bisschen helfen möchten.“, so Miriam Philipp.
Unterstützung fanden die drei Mädchen in Frau Henning, der japanischen Ehefrau von Herrn Rechtsanwalt Henning aus Hückelhoven. Sie suchte mithilfe Ihrer Verwandten und Bekannten in Japan eine Grundschule, an die die Spende gehen soll und es wurde ein Spendenkonto bei der Deutschen Bank eröffnet, um von dort aus die Spenden nach Japan überweisen zu können.
Nach jedem Verkaufstag wurde das Geld gezählt und quittiert, um einen genauen Überblick zu behalten, wie viel an welchem Tag eingenommen wurde.
„Wir haben auch kurz überlegt, ob wir nicht lieber Sachspenden nach Japan schicken sollen, doch die Pakete brauchen immer sehr lange und die Paketkosten würden schon den größten Teil der Spenden verschlingen,“ so Lydia Philipp, „deshalb haben wir uns dazu entschieden, lieber Geld zu überweisen, denn das kommt wenigstens vollständig an.“
(Lydia Philipp)